Mit Optimismus in die zweite Saisonhälfte

Stadtkapelle startet nach der Sommerpause mit den Proben / Kreativität gefragt

Die Stadtkapelle präsentierte sich unter der Leitung ihres Dirigenten Wilco Grootenboer beim Bergsträßer Weinmarkt mit einem breitgefächerten Programm, das bei den Zuhörern auf großes Interesse stieß und mit viel Beifall quittiert wurde.

Heppenheim. Die Stadtkapelle Heppenheim macht aus jeder Situation das Beste: Nach den Winter-Proben in der Halle des Unternehmens „Monoflo“ wechselte das Orchester im Frühjahr den Standort und kehrte ins „Haus der Vereine“ zurück. Dort fanden die Übungsstunden in einem Zelt beziehungsweise im Freien statt. Dirigent Wilco Grootenboer schaffte es, das musikalische Niveau an den unterschiedlichen Standorten und unter wechselnden Bedingungen auszubauen. Kostproben ihres Könnens lieferte die Stadtkapelle beim Serenadenkonzert im Klostergarten, beim Pfingstkonzert auf dem Marktplatz, beim Weinmarkt und der Stadtkirchweih ab. Überaus erfolgreich verlief auch ein Gastspiel im Saarland; dort feierte ein befreundetes Orchester sein 75jähriges Bestehen.

„Den Schwung und die Motivation aus dem ersten Halbjahr wollen wir nutzen, um in der zweiten Saisonhälfte richtig durchstarten zu können“, erklärt Geschäftsführer Jürgen Daubner. Solange das Wetter mitspielt, trifft sich die 35köpfige Gruppe auf dem Gelände des „Hauses der Vereine“. Welche Optionen sich im Herbst und Winter ergeben, muss das Vorstandsteam noch ausloten. Natürlich müsse man, so das Führungsteam, auch abwarten, wie sich die Corona-Situation entwickele.

Musikalisch legt Wilco Grootenboer den Fokus auf neue Kompositionen. Dabei bleibt er seiner Richtung treu und wählt Stücke der unterschiedlichsten Genres aus. Damit schärft er das Profil der Stadtkapelle, die sich durch ihre Vielseitigkeit auszeichnet. Ein Merkmal, das die Zuhörer zu schätzen wissen und die deshalb immer wieder gerne den Klängen des Orchesters lauschen.

Die konzentrierten Proben sollen natürlich in einem adäquaten Auftritt münden, sprich in einem Konzert. Wann und in welcher Form ist noch unklar. Das Vorstandsteam, der Dirigent und die Musiker kamen im gemeinsamen Gespräch auf die Idee, beispielsweise die Veranstaltung im Klostergarten zu nutzen, um im nächsten Jahr die neuen Werke zu präsentieren. „Das zehnte Serenadenkonzert im Garten des Klosters St. Vinzenz ist dafür ein optimaler Anlass“, betont der Vorstand.

Jetzt liegt der Fokus auf dem 9. September. An diesem Tag musiziert die Stadtkapelle aus Anlass des 60jährigen Bestehens der Firma Monoflo auf deren Firmengelände. Die einstündige Unterhaltungsmusik ist als Dankeschön des Orchesters an die Firmenleitung zu verstehen, die den Musikern während der Pandemie ein angemessenes und kostenloses Quartier boten.

Der Start in die zweite Saisonhälfte nach der Sommerpause ist am kommenden Dienstag, 30. August, um 19.30 Uhr auf dem Gelände des „Hauses der Vereine“. Ein idealer Zeitpunkt für interessierte Musiker, die sich der Stadtkapelle anschließen möchten. Neue Mitglieder sind jederzeit herzlich willkommen.

© vrm-lokal, 29.08.2022

Serenadenkonzert der Extraklasse im Klostergarten

Klostergartenkonzert Bild 1 Zum achten Mal gab sich die Heppenheimer Stadtkapelle zum Serenadenkonzert im Garten des Heppenheimer St. Vinzenz-Klosters ein Stelldichein und begeisterte die gut 600 Zuschauer und Zuhörer. Foto: Franz Müller

Heppenheim. Zwar steht das Pfingstfest noch bevor, aber treffender hätte Johann Wolfgang Goethe den Auftakt zum diesjährigen Serenadenkonzert im Heppenheimer Kloster St. Vinzenz nicht beschreiben können als im ersten Kapitel seines „Reinecke Fuchs: „Pfingsten, das liebliche Fest, war gekommen! es grünten und blühten Feld und Wald; auf Hügeln und Höhn, in Büschen und Hecken übten ein fröhliches Lied die neuermunterten Vögel; jede Wiese sprosste von Blumen in duftenden Gründen, festlich heiter glänzte der Himmel und farbig die Erde.“

Die Vorfreude auf das Konzert war auf beiden Seiten groß: Bei den Schwestern des Klosters St. Vinzenz als herzliche Gastgeber und bei der Stadtkapelle Heppenheim als motivierte Unterhalter. Profiteure des zum achten Mal sehr freundschaftlichen Miteinanders waren die rund 600 Zuhörer. Sie erlebten musikalische Schmankerl unter freiem Himmel in einem blühenden Garten umgeben von den historischen Mauern des Klosters. Eigentlich hätte es schon die zehnte Auflage sein können, wäre nicht Corona dazwischen gekommen.

Dass die Stadtkapelle mit dem Serenadenkonzert wieder einen Volltreffer landet, war allen klar, die diese musikalischen Botschafter Heppenheims jemals gehört haben. Musik, Atmosphäre und Ambiente im Klostergarten, die freundlichen Gastgeberinnen und das inspirierte Orchester sorgten für einen vollen Erfolg. Die Stadtkapelle bereitete sich seit Wochen auf den Auftritt vor. Dirigent Wilco Grootenboer, seit 15 Jahren Chef und spiritus rector, hatte bereits ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt und dabei einen intensiven Blick in den Notenschrank geworfen. Gefunden hat er unter anderem die „Annen Polka“ von Johann Strauss, Sohn, „My Fair Lady“ von Frederick Loewe aus dem gleichnamigen Film von 1964 stammt.

Mal fetzig, furios und flott, dann feinsinnig und einfühlsam: Die Stadtkapelle Heppenheim zog souverän alle Register und traf den Nerv des Publikums im Klostergarten. Mit Wilco Grootenboer verfügt das Ensemble über einen versierten Steuermann, der selbst kontrastreiche und raffinierte Arrangements zauberte. Wahrlich ein ästhetischer Hochgenuss bei einem anspruchsvollen Repertoire. Beispielsweise beim „Concerto D’Amore“, komponiert vom Niederländer Jacob de Haan. Hier verbindet sich Barock, Pop und Jazz in drei verschiedene Epochen beziehungsweise Stilrichtungen. Die würdevolle Einleitung klang wie eine barocke Ouvertüre. Es folgte ein energischer Abschnitt im Pop-Stil, der in einem charaktervollen Adagio auslief. Ein Motiv daraus wandelte sich zu einer Swing-Passage, worauf das Werk mit der Wiederkehr des Adagio-Teils in abgewandelter Form endete. Klasse!

Oder das lyrische Stück „Yellow Mountains“, ebenfalls vom zeitgenössischen holländischen Komponist Jakob de Haan, das er 1997 schrieb, von einem Herbstaufenthalt in den Schweizer Bergen inspiriert. Die Stadtkapelle Heppenheim setzte diese musikalische Lyrik perfekt um.

Das Ensemble wusste eine Atmosphäre zu zeichnen, die einerseits in temperamentvoller Dynamik durch die teils auch recht düsteren Klaviaturen raste und genauso souverän mit dem geheimnisvollen, zartbesaiteten Zauber des Leisen und Fragilen überraschte. Obwohl dem Orchester - neben dem Schlagzeug - ausschließlich das Format von Blasinstrumenten zur Verfügung steht. Wilco Grootenboer ließ Klangfarben gekonnt zu einer Einheit verschmelzen. Auf derart spektakulären und kontrastreichen Tableaus bewegten sich die Musiker offensichtlich gern. In spannenden Arrangements füllten sie souverän die kreativen Spielräume aus. Ob es sich dabei um einen kleinen Querschnitt aus dem Ouevre von Simon an Garfunkel“ handelte oder den Ohrwurm, der „Tiger“ Tom Jones zu Weltruhm verhalf, nämlich „It‘s not unusual“. Das Ensemble schlug souverän und raffiniert den Bogen von einem dynamischen Strudel in eine schmeichelhafte, melodiöse Gefälligkeit.

„Kapellen“ und Blasorchester werden landläufig gern mit den Genres Marsch und Polka in Verbindung gebracht. Die Stadtkapelle trat in dieser Hinsicht erfolgreich einen Gegenbeweis an. Sie griff zwar auch zu den Instrumenten, um einen Marsch zu inszenieren, setzte aber die „Szegediner Polka“ von Vlad Kabec als eine der Zugaben phantastisch um.

Bert Appermont ist vor allem für seine Originalwerke für Blasorchester bekannt. Mit „Coldplay in Symphony“ kombiniert er seinen filmischen und sinfonischen Kompositionsstil mit den genialen melodischen Elementen der größten Hits von Coldplay: „Viva La Vida“, „Sky Full of Stars“, „Clocks“ und „The Scientist“. Coldplay mit einer sinfonischen Note. Und das war zu hören im Klostergarten. Brillant!

Ein weiterer Höhepunkt war „Nessaja“, einst von Peter Maffay erfunden, vielfach gecovert, unter anderem von Helene Fischer. Oder zum Abschluss des Programms „O Vitinho“. Er ist nicht nur einer der schönsten Märsche aus Portugal aus der Feder von Francisco Marques Neto, mit ihm wird vielmehr ein neuer Marschtypus nach Mitteleuropa gebracht, wie er bislang hier unbekannt war. Voller Melodien und ohne jegliche Aggressivität stand er so für die beschwingte Heiterkeit Portugals.
Für die Gäste war natürlich mit Getränken und Speisen bestens gesorgt. Der Musikgenuss war kostenlos. Jedoch wurde die Begeisterung des Publikums   später in den prall gefüllten Spendenkörbchen deutlich. Der lang anhaltende Schlussapplaus, auch nach den Zugaben, galt zum einen der Heppenheimer Stadtkapelle mit ihrem Dirigenten Wilco Grootenboer, der Moderatorin Melanie Schmitt, die souverän durch das Programm führte, aber auch und gerade der Generaloberin des Vinzenzklosters Schwester Brigitta Buchler, die zum achten Mal Gastgeberin war.

© extra Heppenheim, Franz Müller, 25.05.2022

Beschwingte Klänge im blühenden Klostergarten

Nach zweijähriger Zwangspause: Endlich wieder Serenadenkonzert der Stadtkapelle

StadtkapelleHeppenheim Klostergarten 2 2019

Die Heppenheimer Stadtkapelle freut sich darauf, nach zwei Jahren Zwangspause wieder das traditionelle Serenadenkonzert geben zu dürfen.

Heppenheim. Die Freude ist auf beiden Seiten gleichermaßen groß: Die Schwestern des Klosters St. Vinzenz und die Musiker der Stadtkapelle Heppenheim laden nach zweijähriger Zwangspause wieder zum traditionellen Serenadenkonzert ein. Am 21. Mai erklingen ab 17 Uhr bei hoffentlich strahlendem Sonnenschein beschwingte Melodien im blühenden Klostergarten.

Das grüne Kleinod inmitten der Kreisstadt bietet die ideale Kulisse für den musikalischen Frühjahrsgruß der Stadtkapelle. „Endlich können wir wieder vor einem größeren Publikum auftreten und die Zuhörer mit einem facettenreichen Programm erfreuen“, betont Geschäftsführer Jürgen Daubner.

Dirigent Wilco Grootenboer durchforstete im Vorfeld intensiv die Notenmappe und stellte ein Repertoire zusammen, das sicherlich jeden Geschmack bedient. Ob Marsch, Polka oder Filmmusik, ob Musical oder Evergreen: „Die Stadtkapelle unternimmt mit den Gästen eine interessante Reise durch die Musikwelt“, verspricht Grootenboer. Trotz der knappen Vorbereitungszeit nach der sehr langen Pandemie-Pause präsentiert das Orchester auch zwei neue, überaus anspruchsvolle Stücke.

Die Schwestern des Klosters St. Vinzenz übernehmen sehr gerne die Rolle der Gastgeber und stellen mit Vergnügen ihren schönen Garten der Stadtkapelle zur Verfügung. In den vergangenen zehn Jahren sind freundschaftliche Banden entstanden. Die Musiker schätzen die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Ordensfrauen, die wiederum sogzusagen direkt vor ihrer Haustür ein Konzert erleben können.

Der Eintritt ist frei. Der Spendenerlös kommt zu beiden Teilen dem Kloster und der Stadtkapelle zugute. Für das leibliche Wohl der Gäste wird mit kleinen Speisen und Getränken gesorgt.

© i-punkt, 12.05.2022

Aller guten Dinge sind drei

Stadtkapelle Heppenheim: Gelungener Probenstart nach der Corona-Pause

Presse Probenstart SE 11.04.2022

KLARE KLÄNGE: Sehr zufrieden zeigte sich Dirigent Wilco Grootenboer (2.v.l.), der sofort – wie auf dem Foto mit den Trompetern – den Fokus auf Feinheiten richtete.

HEPPENHEIM. Dreimal musste die Stadtkapelle Heppenheim wegen der Corona-Pandemie eine unfreiwillige Pause einlegen. „Aller guten Dinge sind drei“, witzelte deshalb Geschäftsführer Jürgen Daubner in der ersten Probe. Verbunden mit dieser Bemerkung war die Hoffnung, dass es in Zukunft zu keiner weiteren Unterbrechung kommt und das Orchester kontinuierlich proben kann, um für anstehende Auftritte bestens gerüstet zu sein. Dass die bisherigen Pausen nur geringe Auswirkungen auf die Besetzung der Stadtkapelle hatten, verbucht das Vorstandsteam als großen Pluspunkt. „Die Musiker sind uns treu geblieben. Es zeigt, dass wir mit unserer musikalischen Philosophie den Geschmack der Mitglieder treffen“, fasst das Team zusammen.

Unter der Leitung ihres Dirigenten Wilco Grootenboer hat sich die 35köpfige Gruppe niveauvoller sinfonischer Blasmusik verschrieben. Mehrmals im Jahr ist das Orchester bei städtischen Veranstaltungen, beispielsweise dem Pfingstkonzert auf dem Marktplatz oder dem Bergsträßer Weinmarkt in der historischen Altstadt, zu hören. Darüber hinaus veranstaltet die Stadtkapelle eigene musikalische Events. Stellvertretend seien das Serenadenkonzert im Klostergarten der Vinzentinerinnen sowie Konzerte im Amtshof oder auf der Starkenburg - in enger Zusammenarbeit mit dem Verkehrs- und Heimatverein - genannt.

Die Vorbereitungen für das Klostergarten-Konzert laufen bereits; Termin ist der 21. Mai. „Wir sind zuversichtlich, dass wir unser Publikum zu diesem Musikgenuss einladen können“, erklärt Geschäftsführer Jürgen Daubner, der sich mit Generaloberin Schwester Brigitta Buchler bereits über die Modalitäten geeinigt hat.

Anfang Juli ist die Stadtkapelle zu einem Gastspiel ins Saarland eingeladen. Dabei handelt es sich genaugenommen um ein „Rückspiel“: Das befreundete Saar-Wind-Orchestra begeisterte vor drei Jahren mit vorzüglicher konzertanter Musik im Amtshof. Die Heppenheimer freuen sich auf den Ausflug ins Saarland und wollen dort als musikalische Botschafter beste Werbung für die Kreisstadt machen.

Nach dem gelungenen Probenauftakt Anfang März richtet sich der Fokus nun auf die Ausarbeitung des Repertoires für die Auftritte im Frühjahr und Sommer. „Neue Musiker sind jederzeit willkommen“, fügt Dirigent Grootenboer an. Die Proben finden immer dienstags in der großen Lagerhalle der Firma Monoflo, Lise-Meitner-Straße 16, statt.

© Starkenburger Echo, 11.04.2022

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