Serenadenkonzert der Extraklasse im Klostergarten

Klostergartenkonzert Bild 1 Zum achten Mal gab sich die Heppenheimer Stadtkapelle zum Serenadenkonzert im Garten des Heppenheimer St. Vinzenz-Klosters ein Stelldichein und begeisterte die gut 600 Zuschauer und Zuhörer. Foto: Franz Müller

Heppenheim. Zwar steht das Pfingstfest noch bevor, aber treffender hätte Johann Wolfgang Goethe den Auftakt zum diesjährigen Serenadenkonzert im Heppenheimer Kloster St. Vinzenz nicht beschreiben können als im ersten Kapitel seines „Reinecke Fuchs: „Pfingsten, das liebliche Fest, war gekommen! es grünten und blühten Feld und Wald; auf Hügeln und Höhn, in Büschen und Hecken übten ein fröhliches Lied die neuermunterten Vögel; jede Wiese sprosste von Blumen in duftenden Gründen, festlich heiter glänzte der Himmel und farbig die Erde.“

Die Vorfreude auf das Konzert war auf beiden Seiten groß: Bei den Schwestern des Klosters St. Vinzenz als herzliche Gastgeber und bei der Stadtkapelle Heppenheim als motivierte Unterhalter. Profiteure des zum achten Mal sehr freundschaftlichen Miteinanders waren die rund 600 Zuhörer. Sie erlebten musikalische Schmankerl unter freiem Himmel in einem blühenden Garten umgeben von den historischen Mauern des Klosters. Eigentlich hätte es schon die zehnte Auflage sein können, wäre nicht Corona dazwischen gekommen.

Dass die Stadtkapelle mit dem Serenadenkonzert wieder einen Volltreffer landet, war allen klar, die diese musikalischen Botschafter Heppenheims jemals gehört haben. Musik, Atmosphäre und Ambiente im Klostergarten, die freundlichen Gastgeberinnen und das inspirierte Orchester sorgten für einen vollen Erfolg. Die Stadtkapelle bereitete sich seit Wochen auf den Auftritt vor. Dirigent Wilco Grootenboer, seit 15 Jahren Chef und spiritus rector, hatte bereits ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt und dabei einen intensiven Blick in den Notenschrank geworfen. Gefunden hat er unter anderem die „Annen Polka“ von Johann Strauss, Sohn, „My Fair Lady“ von Frederick Loewe aus dem gleichnamigen Film von 1964 stammt.

Mal fetzig, furios und flott, dann feinsinnig und einfühlsam: Die Stadtkapelle Heppenheim zog souverän alle Register und traf den Nerv des Publikums im Klostergarten. Mit Wilco Grootenboer verfügt das Ensemble über einen versierten Steuermann, der selbst kontrastreiche und raffinierte Arrangements zauberte. Wahrlich ein ästhetischer Hochgenuss bei einem anspruchsvollen Repertoire. Beispielsweise beim „Concerto D’Amore“, komponiert vom Niederländer Jacob de Haan. Hier verbindet sich Barock, Pop und Jazz in drei verschiedene Epochen beziehungsweise Stilrichtungen. Die würdevolle Einleitung klang wie eine barocke Ouvertüre. Es folgte ein energischer Abschnitt im Pop-Stil, der in einem charaktervollen Adagio auslief. Ein Motiv daraus wandelte sich zu einer Swing-Passage, worauf das Werk mit der Wiederkehr des Adagio-Teils in abgewandelter Form endete. Klasse!

Oder das lyrische Stück „Yellow Mountains“, ebenfalls vom zeitgenössischen holländischen Komponist Jakob de Haan, das er 1997 schrieb, von einem Herbstaufenthalt in den Schweizer Bergen inspiriert. Die Stadtkapelle Heppenheim setzte diese musikalische Lyrik perfekt um.

Das Ensemble wusste eine Atmosphäre zu zeichnen, die einerseits in temperamentvoller Dynamik durch die teils auch recht düsteren Klaviaturen raste und genauso souverän mit dem geheimnisvollen, zartbesaiteten Zauber des Leisen und Fragilen überraschte. Obwohl dem Orchester - neben dem Schlagzeug - ausschließlich das Format von Blasinstrumenten zur Verfügung steht. Wilco Grootenboer ließ Klangfarben gekonnt zu einer Einheit verschmelzen. Auf derart spektakulären und kontrastreichen Tableaus bewegten sich die Musiker offensichtlich gern. In spannenden Arrangements füllten sie souverän die kreativen Spielräume aus. Ob es sich dabei um einen kleinen Querschnitt aus dem Ouevre von Simon an Garfunkel“ handelte oder den Ohrwurm, der „Tiger“ Tom Jones zu Weltruhm verhalf, nämlich „It‘s not unusual“. Das Ensemble schlug souverän und raffiniert den Bogen von einem dynamischen Strudel in eine schmeichelhafte, melodiöse Gefälligkeit.

„Kapellen“ und Blasorchester werden landläufig gern mit den Genres Marsch und Polka in Verbindung gebracht. Die Stadtkapelle trat in dieser Hinsicht erfolgreich einen Gegenbeweis an. Sie griff zwar auch zu den Instrumenten, um einen Marsch zu inszenieren, setzte aber die „Szegediner Polka“ von Vlad Kabec als eine der Zugaben phantastisch um.

Bert Appermont ist vor allem für seine Originalwerke für Blasorchester bekannt. Mit „Coldplay in Symphony“ kombiniert er seinen filmischen und sinfonischen Kompositionsstil mit den genialen melodischen Elementen der größten Hits von Coldplay: „Viva La Vida“, „Sky Full of Stars“, „Clocks“ und „The Scientist“. Coldplay mit einer sinfonischen Note. Und das war zu hören im Klostergarten. Brillant!

Ein weiterer Höhepunkt war „Nessaja“, einst von Peter Maffay erfunden, vielfach gecovert, unter anderem von Helene Fischer. Oder zum Abschluss des Programms „O Vitinho“. Er ist nicht nur einer der schönsten Märsche aus Portugal aus der Feder von Francisco Marques Neto, mit ihm wird vielmehr ein neuer Marschtypus nach Mitteleuropa gebracht, wie er bislang hier unbekannt war. Voller Melodien und ohne jegliche Aggressivität stand er so für die beschwingte Heiterkeit Portugals.
Für die Gäste war natürlich mit Getränken und Speisen bestens gesorgt. Der Musikgenuss war kostenlos. Jedoch wurde die Begeisterung des Publikums   später in den prall gefüllten Spendenkörbchen deutlich. Der lang anhaltende Schlussapplaus, auch nach den Zugaben, galt zum einen der Heppenheimer Stadtkapelle mit ihrem Dirigenten Wilco Grootenboer, der Moderatorin Melanie Schmitt, die souverän durch das Programm führte, aber auch und gerade der Generaloberin des Vinzenzklosters Schwester Brigitta Buchler, die zum achten Mal Gastgeberin war.

© extra Heppenheim, Franz Müller, 25.05.2022

Beschwingte Klänge im blühenden Klostergarten

Nach zweijähriger Zwangspause: Endlich wieder Serenadenkonzert der Stadtkapelle

StadtkapelleHeppenheim Klostergarten 2 2019

Die Heppenheimer Stadtkapelle freut sich darauf, nach zwei Jahren Zwangspause wieder das traditionelle Serenadenkonzert geben zu dürfen.

Heppenheim. Die Freude ist auf beiden Seiten gleichermaßen groß: Die Schwestern des Klosters St. Vinzenz und die Musiker der Stadtkapelle Heppenheim laden nach zweijähriger Zwangspause wieder zum traditionellen Serenadenkonzert ein. Am 21. Mai erklingen ab 17 Uhr bei hoffentlich strahlendem Sonnenschein beschwingte Melodien im blühenden Klostergarten.

Das grüne Kleinod inmitten der Kreisstadt bietet die ideale Kulisse für den musikalischen Frühjahrsgruß der Stadtkapelle. „Endlich können wir wieder vor einem größeren Publikum auftreten und die Zuhörer mit einem facettenreichen Programm erfreuen“, betont Geschäftsführer Jürgen Daubner.

Dirigent Wilco Grootenboer durchforstete im Vorfeld intensiv die Notenmappe und stellte ein Repertoire zusammen, das sicherlich jeden Geschmack bedient. Ob Marsch, Polka oder Filmmusik, ob Musical oder Evergreen: „Die Stadtkapelle unternimmt mit den Gästen eine interessante Reise durch die Musikwelt“, verspricht Grootenboer. Trotz der knappen Vorbereitungszeit nach der sehr langen Pandemie-Pause präsentiert das Orchester auch zwei neue, überaus anspruchsvolle Stücke.

Die Schwestern des Klosters St. Vinzenz übernehmen sehr gerne die Rolle der Gastgeber und stellen mit Vergnügen ihren schönen Garten der Stadtkapelle zur Verfügung. In den vergangenen zehn Jahren sind freundschaftliche Banden entstanden. Die Musiker schätzen die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Ordensfrauen, die wiederum sogzusagen direkt vor ihrer Haustür ein Konzert erleben können.

Der Eintritt ist frei. Der Spendenerlös kommt zu beiden Teilen dem Kloster und der Stadtkapelle zugute. Für das leibliche Wohl der Gäste wird mit kleinen Speisen und Getränken gesorgt.

© i-punkt, 12.05.2022

Aller guten Dinge sind drei

Stadtkapelle Heppenheim: Gelungener Probenstart nach der Corona-Pause

Presse Probenstart SE 11.04.2022

KLARE KLÄNGE: Sehr zufrieden zeigte sich Dirigent Wilco Grootenboer (2.v.l.), der sofort – wie auf dem Foto mit den Trompetern – den Fokus auf Feinheiten richtete.

HEPPENHEIM. Dreimal musste die Stadtkapelle Heppenheim wegen der Corona-Pandemie eine unfreiwillige Pause einlegen. „Aller guten Dinge sind drei“, witzelte deshalb Geschäftsführer Jürgen Daubner in der ersten Probe. Verbunden mit dieser Bemerkung war die Hoffnung, dass es in Zukunft zu keiner weiteren Unterbrechung kommt und das Orchester kontinuierlich proben kann, um für anstehende Auftritte bestens gerüstet zu sein. Dass die bisherigen Pausen nur geringe Auswirkungen auf die Besetzung der Stadtkapelle hatten, verbucht das Vorstandsteam als großen Pluspunkt. „Die Musiker sind uns treu geblieben. Es zeigt, dass wir mit unserer musikalischen Philosophie den Geschmack der Mitglieder treffen“, fasst das Team zusammen.

Unter der Leitung ihres Dirigenten Wilco Grootenboer hat sich die 35köpfige Gruppe niveauvoller sinfonischer Blasmusik verschrieben. Mehrmals im Jahr ist das Orchester bei städtischen Veranstaltungen, beispielsweise dem Pfingstkonzert auf dem Marktplatz oder dem Bergsträßer Weinmarkt in der historischen Altstadt, zu hören. Darüber hinaus veranstaltet die Stadtkapelle eigene musikalische Events. Stellvertretend seien das Serenadenkonzert im Klostergarten der Vinzentinerinnen sowie Konzerte im Amtshof oder auf der Starkenburg - in enger Zusammenarbeit mit dem Verkehrs- und Heimatverein - genannt.

Die Vorbereitungen für das Klostergarten-Konzert laufen bereits; Termin ist der 21. Mai. „Wir sind zuversichtlich, dass wir unser Publikum zu diesem Musikgenuss einladen können“, erklärt Geschäftsführer Jürgen Daubner, der sich mit Generaloberin Schwester Brigitta Buchler bereits über die Modalitäten geeinigt hat.

Anfang Juli ist die Stadtkapelle zu einem Gastspiel ins Saarland eingeladen. Dabei handelt es sich genaugenommen um ein „Rückspiel“: Das befreundete Saar-Wind-Orchestra begeisterte vor drei Jahren mit vorzüglicher konzertanter Musik im Amtshof. Die Heppenheimer freuen sich auf den Ausflug ins Saarland und wollen dort als musikalische Botschafter beste Werbung für die Kreisstadt machen.

Nach dem gelungenen Probenauftakt Anfang März richtet sich der Fokus nun auf die Ausarbeitung des Repertoires für die Auftritte im Frühjahr und Sommer. „Neue Musiker sind jederzeit willkommen“, fügt Dirigent Grootenboer an. Die Proben finden immer dienstags in der großen Lagerhalle der Firma Monoflo, Lise-Meitner-Straße 16, statt.

© Starkenburger Echo, 11.04.2022

Gelegenheit spontan genutzt

Überraschendes Konzert der Stadtkapelle Heppenheim auf dem Marktplatz

StadtkapelleHeppenheim Marktplatz

Spontan gab die Stadtkapelle Heppenheim vor dem Rathaus auf dem Marktplatz ein Konzert. Die Zuhörer erfreuten sich am breitgefächerten Repertoire des Orchesters.

HEPPENHEIM. „Spontanität heißt, günstige Gelegenheiten nicht nur erkennen, sondern auch ergreifen.“ Dieser Aphorismus diente der Stadtkapelle Heppenheim als Leitsatz. Bei strahlend blauem Himmel, spätsommerlichen Temperaturen und vor einer Kulisse wie aus dem besten Heimatfilm begeisterte das Orchester am vergangenen Samstag die Gäste der Restaurants auf dem Marktplatz und die von den weithin hörbaren Klängen angelockten Passanten.

Musiker, gemeinhin alle Künstler, suchen die Öffentlichkeit, „leben“ sie doch vom Applaus ihrer Zuhörer. Mit den turnusmäßigen Proben allein ist es deshalb nicht getan. Nach der langen Pandemie-Pause dürsten die Musiker, auch die Mitglieder der Stadtkapelle Heppenheim, geradezu nach Auftritten.

Die erste Gelegenheit dazu bot die Stadt Heppenheim mit der Veranstaltungsreihe „Kultur im Kastanienhof“. Das morgendliche Konzert der rund 35 Musiker lockte 130 Gäste in den Hof des Saalbaukinos. „Ausverkauft“ war schon nach wenige Tagen auf der Homepage der Stadt zu lesen.

Das Lob der Zuhörer nach dem musikalischen Frühschoppen war überschwänglich und drückte sich in langanhaltendem Beifall aus. Ein Gast sah sich im Nachhinein dazu veranlasst, der Stadtkapelle einen längeren Dankesbrief zu schreiben. „Über diesen Brief haben wir uns besonders gefreut“, bemerkte Geschäftsführer Jürgen Daubner.

Eigentlich wollte das Orchester im September zum traditionellen Serenadenkonzert im Garten des Klosters St. Vinzenz einladen, doch Bauarbeiten am Dach des Gebäudes machten diesen Plan zunichte. Was nun? Das Vorstandsteam studierte Woche für Woche die Wetterprognosen. Als sich Anfang September ein verspäteter Sommer einstellte, bewiesen das Führungsteam und Dirigent Wilco Grootenboer samt Musiker lupenreine Spontanität. Kurzerhand wurde nach Rücksprache mit dem Ordnungsamt ein Konzert auf dem Marktplatz terminiert.

Animiert von den perfekten Rahmenbedingungen und motiviert durch das sicht- und spürbare Interesse der Gäste präsentierte sich das Orchester in blendender Spielfreude. Das Repertoire reichte von Märschen über Polkas bis hin zu Musical-Melodien und achtziger Jahre Hits. Mit einer schmissigen Polka wurde – ebenfalls spontan – die Abordnung aus der südtiroler Partnerstadt Kaltern begrüßt. Moderatorin Melanie Schmitt garnierte die Musik und das Konzert mit unterhaltsamen Kommentaren.

Viele Zuhörer beließen es nicht „nur“ bei lobenden und dankenden Worten oder herzlichem Applaus, sie füllten auch die aufgestellte Spendenbox mit einem Obolus. „Es war ein rundum gelungener Auftritt. Wir haben eine günstige Gelegenheit genutzt und den Menschen auf dem Marktplatz und – nicht zu vergessen – auch uns selbst eine Freude bereitet“, bilanzierte das Vorstandsteam abschließend.

© i-punkt, 09.09.2021 

Endlich wieder Musik vor Publikum

Kultur im Kastanienhof: Stadtkapelle Heppenheim präsentiert sich am 15. August

HEPPENHEIM. „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ – Hermann Hesses Verszeile aus dem Gedicht „Stufen“ passt perfekt zum ersten Auftritt der Stadtkapelle Heppenheim am 15. August von 11.30 Uhr bis 13.30 Uhr im schönen Ambiente des Kastanienhofs am Saalbau.

Veranstalter ist die Kreisstadt Heppenheim, die mit der Veranstaltungsreihe „Kultur im Kastanienhof“ der hiesigen Kulturszene in der Zeit vom 7. Juli bis 5. September die Möglichkeit bietet, ihre Darbietungen einem breiten Publikum zu präsentieren.

Nach einem Jahr ohne Konzert und Veranstaltung ist für die Stadtkapelle der musikalische Frühschoppen ein echter Neuanfang nach dem Corona-Lockdown. Der „Zauber“ des anstehenden Auftritts hat die Musiker bereits erfasst: „Endlich können wir wieder vor Publikum musizieren“, betonen Geschäftsführer Jürgen Daubner und Dirigent Wilco Grootenboer unisono.

Seit Wochen probt das Orchester – natürlich mit dem nötigen Abstand und unter penibler Einhaltung der Hygieneregeln – für den Neustart. Trotz mehrmonatiger Abstinenz von gemeinsamen Übungsstunden funktionierte der Einstieg vorzüglich. „Die Instrumente waren keineswegs eingestaubt“, bemerkte ein zufriedener Dirigent.

Natürlich galt es, die während der Pandemie zu „Solisten“ gewordenen Musiker wieder zu einem harmonischen Klangkörper zu formen. Nach einer lockeren Einspielphase achtete Grootenboer schon nach kurzer Zeit auf musikalische Feinheiten. Die reichhaltig gefüllte Notenmappe erlaubte es dem Dirigenten, die unterschiedlichsten Genres anzupacken. Ob Kulthits oder Polka, Marsch oder Musical: Grootenboer forderte von seinen Musikern sogleich höchste Konzentration und eine adäquate Intonation.

Beim Frühschoppen unter den alten Kastanien im Hof des Saalbaukinos kommen die Zuhörer in den Genuss verschiedenster Kompositionen. „Wir möchten die gesamte Bandbreite unseres Repertoires zu Gehör bringen“, erklärt das Vorstandsteam. Dass die Mitglieder des Orchesters bis in die Haarspitzen motiviert sind, versteht sich von selbst. Den „Zauber“ des ersten Auftritts nach langer Pause möchte man – gemeinsam mit dem Publikum – intensiv genießen.

Für das leibliche Wohl der Zuhörer wird durch den Veranstalter gesorgt. Auf der Homepage der Stadt können Tickets für das Konzert geordert werden; der Preis beträgt 5 Euro. www.heppenheim.de

© i-punkt, 12.08.2021

Stadtkapelle Heppenheim probt wieder

Nach acht Monaten Zwangspause üben die Musiker der Stadtkapelle Heppenheim wieder gemeinsam. Sogar mit baldigen Auftritten wird geliebäugelt.

Presse Neustart nach Lockdown SE 12.06

Mal sakral, mal klassisch, mal modern: So gestaltete Dirigent Wilco Grootenboer die Probe.
(Foto: Stadtkapelle Heppenheim)

HEPPENHEIM - Die Musiker der Stadtkapelle Heppenheim strahlten mit ihren frisch geputzten Instrumenten um die Wette. „Endlich können wir wieder gemeinsam musizieren“, lautete der am häufigsten zu hörende Satz in der ersten Probe nach dem Lockdown. Die Instrumente haben während der achtmonatigen Zwangspause freilich keinen Staub angesetzt. Im stillen Kämmerlein hatten die Musiker fleißig weiter geübt, was „sehr viel Disziplin und Selbstmotivation erforderte“, wie ein Saxofonist einräumte.

Geschäftsführer Jürgen Daubner zeigte sich bei der ersten Probe begeistert von der großen Resonanz: Rund 30 Musiker waren pünktlich zur Halle der Firma Monoflo gekommen. Bedenken, dass die Auszeit zu einem personellen Schwund führen könnten, bewahrheiteten sich erfreulicherweise nicht. Ein Indiz dafür, dass die Stadtkapelle nichts an ihrer Attraktivität für die Musiker einbüßte. „Niveauvolle Musik und konzentriere Probenarbeit sind die Garanten für den Zuspruch, den unser Orchester genießt“, erklärte das Vorstandsteam.

Genau darauf baut Dirigent Wilco Grootenboer wieder auf. „Kaum zu glauben, dass acht Monate zwischen der letzten und der ersten Probe liegen. Ihr habt eure Hausaufgaben sorgfältig erledigt“, lobte Grootenboer.

Mit hörbarer Spielfreude gingen die Musiker ans Werk. Wilco Grootenboer kreierte eine bunte Mischung: vom sakralen Werk zum Einspielen über eine klassische Polka bis hin zu 80er-Jahre-Hits. „Man merkte sofort, dass jeder auf diesen Moment sehnlichst gewartet hatte“, hieß es vom Vorstand.

Die Proben im Freien finden jetzt wieder jeden Dienstag ab 19.30 Uhr vor der Monoflo-Halle statt. Bei der Stadtkapelle ist man guter Dinge, dass schon bald wieder der gewohnte Sound erklingt und Auftritte möglich sind; erste Anfragen diesbezüglich liegen vor. Sollte sich die Corona-Situation weiter entspannen, sieht das Orchester auch die Chance, im August/September das beliebte Serenaden-Konzert im Kloster des Gartens von St. Vinzenz zu veranstalten. „Wir wollen möglichst schnell wieder in den gewohnten Rhythmus kommen“, betonte Daubner. Auf jeden Fall, da waren sich alle Musiker einig, hatte die Stadtkapelle einen Neustart nach Maß hingelegt.

© Echo Online, Samstag, 12.06.2021

Exklusive Konzerte im kleinen Kreis

Stadtkapelle Heppenheim spielte am „Haus Johannes“ und im Klostergarten

Presse EchoOnline 22.09.2020

Exklusiv und ehrenamtlich: Die Musiker der Stadtkapelle Heppenheim spielten unter der Leitung ihres Dirigenten Wilco Grootenboer für die Bewohner des Seniorenzentrums „Haus Johannes“ und die Schwestern des Klosters St. Vinzenz.

Heppenheim. Eigentlich war das Konzert exklusiv für die Schwestern des Klosters St. Vinzenz gedacht, doch die Klänge der Stadtkapelle lockten am vergangenen Samstag bei strahlendem Sonnenschein die einen und anderen „Zaungäste“ an, die sich im herrlichen grünen Kleinod ein Plätzchen – natürlich mit gebührendem Abstand zum Mithörer – suchten und den Melodien lauschten. Der spontan geplante Auftritt des Heppenheimer Orchesters sei das „Trostpflaster“ für das ausgefallene Serenadenkonzert gewesen, erklärte Geschäftsführer Jürgen Daubner. „Sie haben uns eine große Freude bereitet“, betonte Generaloberin Schwester Brigitta Buchler und dankte den Musikern für deren ehrenamtliches Wirken.

Die Freude war keineswegs nur auf der Seite der Schwestern, die sich fast allesamt im Garten versammelt hatten. Auch bei den Musikern herrschte eine fröhliche Stimmung, konnten sie doch endlich wieder vor Publikum spielen. Dass sich dann noch zusätzlich Freunde niveauvoller Blasmusik einfanden, motivierte die Stadtkapelle umso mehr.

Eine Woche zuvor hatte das Orchester erstmals seit der Pandemie-Pause einen öffentlichen Auftritt: Im Innenhof des Seniorenzentrums „Haus Johannes“ sorgten die Bläser und Schlagzeuger unter der Leitung von Wilco Grootenboer für beste Unterhaltung der Bewohner. „Wir hatten ein sehr dankbares Publikum und es war schön, den älteren Menschen eine besondere Abwechslung nach entbehrungsreichen Monaten zu bieten“, betonte der Dirigent.

Birgit Schliffer, Teamleitung für Betreuung im Haus Johannes, schloss sich den Worten des Dirigenten uneingeschränkt an. Sie dankte den Musikern für deren ehrenamtliches Engagement. Sie beließ es nicht nur bei lobenden Worten, sondern überreichte eine Spende für die Getränkekasse. „Sie können gerne jederzeit wiederkommen; es war ein Genuss, ihre Musik zu hören“, erklärte Schliffer.

Auch die Schwestern des St. Vinzenz Klosters hatten in den vergangenen Monaten nur wenig Kontakt zur Außenwelt. Sie genossen deshalb sichtlich den „bunten Strauß an Melodien“, wie Moderatorin Melanie Schmitt das Programm bezeichnete. Dirigent Wilco Grootenboer hatte Kompositionen ausgewählt, die gerade ältere Zuhörer in Erinnerungen schwelgen lassen. Ob „Musik ist Trumpf“ – benannt nach der gleichnamigen Fernsehsendung –, Evergreens aus „My Fair Lady“ oder Hits der „Comedian Harmonists“: Die Zuhörer quittierten die Darbietungen mit herzlichem Beifall.

Generaloberin Schwester Brigitta Buchler äußerte am Ende des Auftritts die Hoffnung, dass die Stadtkapelle im nächsten Jahr die Tradition des Serenadenkonzertes unter „normalen“ Bedingungen fortsetzen könne. Nach dem exklusiven Konzert servierte die Stadtkapelle ihren Mitgliedern, den Schwestern und den Besuchern, darunter auch Mitglieder des Stiftungsrates des Klosters, noch einen kleinen Imbiss und natürlich kühle Getränke. „Es war ein rundum gelungener Nachmittag – für das Orchester, die Schwestern und die spontanen Gäste“, fassten Generaloberin Schwester Brigitta und Geschäftsführer Jürgen Daubner unisono zusammen.

Neue Musiker sind immer willkommen und unverbindliche Schnupperproben jederzeit möglich. Die Proben finden derzeit dienstags, ab 19:30 Uhr in der großen Lagerhalle der Firma Monoflo, Lise-Meitner-Str. 16, statt. Infos und Kontakt: www.stadtkapelle-heppenheim.de

© Echo Online, 22.09.2020

Corona macht Pläne der Stadtkapelle zunichte

Serenadenkonzert endgültig abgesagt / Orchester muss finanzielle Ausfälle verkraften

Presse WeinheimerNachrichten 29.08.2020

Gute Akustik: In den Herbst- und Wintermonaten probt die Stadtkapelle Heppenheim unter der Leitung ihres Dirigenten Wilco Grootenboer in der Lagerhalle der Firma Monoflo. Das große und luftige Gebäude bietet in Corona-Zeiten nahezu optimale Bedingungen und eine sehr gute Akustik. Der Umzug ist nötig, da im Haus der Vereine auf Grund der Abstandregeln die Platzkapazitäten leider nicht ausreichen.

Heppenheim. Im Mai richteten das Vorstandsteam, der Dirigent und die Musiker der Stadtkapelle Heppenheim hoffnungsvoll den Blick in die nahe Zukunft. Das auf Grund der Corona-Pandemie abgesagte Serenadenkonzert im Garten des Klosters St. Vinzenz sollte am 19. September nachgeholt werden. Doch auch dieser Termin lässt sich nicht halten: „Wir möchten unter keinen Umständen einen ‚Hotspot‘ riskieren“, erklärt das Vorstandsteam.

Die steigenden Infektionszahlen, die Begrenzung der Besucherzahl, die geltenden Abstands- und Hygiene-Auflagen und der damit verbundene erhebliche Aufwand bei der Organisation und der Durchführung der Veranstaltung im Kloster haben zur Absage geführt. „Generaloberin Schwester Brigitta Buchler und das Vorstandsteam der Stadtkapelle waren sich einig, das Risiko im Sinne aller Beteiligter zu vermeiden. Die Gesundheit hat Vorrang“, betonte Geschäftsführer Jürgen Daubner. Jetzt hoffen beide Seiten auf ein Ende der Pandemie und das Serenadenkonzert im Mai 2021.

Die Absage schmerzt die Musiker sehr, zumal sie seit geraumer Zeit wieder mit der Probenarbeit begonnen haben und sich gerne präsentiert hätten. Hinzu kommt ein Aspekt, der alle Vereine betrifft und oft wenig Beachtung findet: Der Stadtkapelle fehlen sämtliche Einnahmen aus den Auftritten, um die laufenden Kosten zu decken. „Wir haben in dieser Hinsicht eine Herausforderung zu meistern und müssen als nicht eingetragener Verein eine ungewisse Zukunft gestalten“, skizziert das Vorstandsteam die aktuelle Situation.

Ein Lichtblick war das geplante Open-Air-Konzert im September mit dem Verkehrs- und Heimatverein auf der Freilichtbühne Kappel. Doch auch diese Veranstaltung fällt dem Virus zum Opfer. Betroffen von den Einschränkungen ist jedoch nicht nur die Stadtkapelle, sondern sind auch die Bewohner der Altenheime, die monatelang keinen Besuch empfangen durften. Um diesem Personenkreis eine kleine Freude zu bereiten, gibt die Stadtkapelle am 5. September ab 15 Uhr ein Platzkonzert im Hof des Seniorenzentrums „Haus Johannes“. Die Heimbewohner lauschen von ihren Zimmern aus durch die geöffneten Fenster oder mit gebührendem Abstand den Klängen des Orchesters.

Seit Ausbruch der Epidemie war auch die Probenarbeit des Orchesters stark eingeschränkt. Zunächst konnten nur Satzproben, schließlich wieder Gesamtproben im weitläufigen Außenbereich des „Hauses der Vereine“ am Erbachwiesenweg abgehalten werden. Die Sommerzeit wurde somit bestmöglich genutzt. Die aktuell geltenden behördlichen Auflagen gestatten aber lediglich eine Innenraumnutzung des Objekts mit rund 15 Personen, was ein Proben im „Haus der Vereine“ für das Gesamtorchester unmöglich macht. Umso erfreulicher ist es, dass die Firma Monoflo der Stadtkapelle Heppenheim für die Übergangszeit die Nutzung ihrer Lagerhalle angeboten hat. „Damit ist der weitere Probenbetrieb in den Herbst- und Wintermonaten sichergestellt“, teilte Geschäftsführer Jürgen Daubner erleichtert mit. Satzproben können darüber hinaus weiterhin im Haus der Vereine stattfinden. Sein Dank gilt der Familie Röhrig ebenso wie Helmut Rader von Monoflo, für die Bereitstellung der Räumlichkeiten. Ohne deren Unterstützung wäre das musikalische Wirken der Stadtkapelle nicht möglich.

Unverdrossen und optimistisch wollen die Musiker in den nächsten Wochen und Monaten weiter fleißig proben, um startklar zu sein, wenn die Pandemie hoffentlich der Vergangenheit angehört. Dass das gemeinsame Musizieren weiterhin viel Spaß bereitet, ist dienstags ab 19.30 Uhr in der Halle der Firma Monoflo zu hören. Und das, obwohl einige Musiker aus Gründen des Infektionsschutzes der Probe fernbleiben; sie werden schmerzlich vermisst. Schon jetzt freut man sich im Orchester auf deren Rückkehr nach der Pandemie.

© Weinheimer Nachrichten, 31.08.2020

Hörbare Freude beim gemeinsamen Musizieren nach der Zwangspause

Presse VRM Lokal 17.07.2020

Um in Corona-Zeiten den Mindestabstand einhalten zu können, proben die Musiker der Stadtkapelle Heppenheim mit ihrem Dirigenten Wilco Grootenboer während der Sommermonate im Freien.

Seit acht Wochen treffen sich die einzelnen Instrumentensätze der Stadtkapelle regelmäßig im Haus der Vereine, um unter penibler Einhaltung der Hygieneregeln in kleinerem Kreis musizieren zu können. Am vergangenen Dienstag wagte das Orchester den nächsten Schritt und musizierte mit hörbarer Freude in guter Besetzung im Freien. „Wir waren angetan von der großen Resonanz bei den Musikern“, erklärte Geschäftsführer Jürgen Daubner. Auch Dirigent Wilco Grootenboer war die Zufriedenheit anzusehen, endlich wieder mit dem gesamten Orchester proben zu können. Dass die Stadtkapelle trotz Corona-Zwangspause nichts an ihrem musikalischen Können eingebüßt hat, war schon nach wenigen Takten vernehmbar.

Im Anschluss an die Probe pflegte das Orchester auch den geselligen Teil bei Grillbratwurst und Fassbier – natürlich unter Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften. Der Vorstand hatte sich dazu entschlossen, nachdem die Landesregierung das Grillen in der Öffentlichkeit grundsätzlich erlaubt hatte. So lange das Wetter mitspielt, will sich das Orchester dienstags ab 19.30 Uhr im Hof des Hauses der Vereine treffen. Die Bedingungen sind nahezu ideal, lediglich der Lärm der vorbeifahrenden Züge schmälert ein wenig den Musikgenuss. Vielleicht, so Dirigent und Vorstandsteam, lässt sich nach der Urlaubszeit ein Auftritt in Heppenheim arrangieren, um wieder für ein Stück Normalität zu sorgen und die Freunde sinfonischer Blasmusik zu erfreuen.

© VRM Lokal, 17.07.2020

Konzert im Klostergarten verschoben

Heppenheim. Ein Virus wirft auch alle Pläne der Stadtkapelle Heppenheim über den Haufen. Das für Samstag, 23. Mai, geplante Konzert im Garten des Klosters St. Vinzenz fällt auf Grund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen leider aus. Die Begrenzung der Besucherzahlen, aber insbesondere die Abstandsregelungen und Hygienevorschriften machen die Open-Air-Veranstaltung zum jetzigen Zeitpunkt unmöglich.

In Abhängigkeit der weiteren Entwicklung hat sich das Vorstandsteam in Absprache mit der Leiterin des Klosters, Schwester Brigitta Buchler, und den Musikern dazu entschlossen, das Konzert auf den 19. September zu verschieben, in der Hoffnung, dass die öffentlichen Bestimmungen und Vorgaben Veranstaltungen in dieser Größenordnung dann wieder zulassen und das kulturelle Leben weitgehend stattfinden kann.

Eine wichtige Voraussetzung für Auftritte der Stadtkapelle ist natürlich eine geregelte Probenarbeit. Vorstand und Dirigent Wilco Grootenboer prüfen derzeit, welche Möglichkeiten angesichts der Beschränkungen denkbar und realisierbar sind. Die Varianten reichen von Satzproben mit minimalster Besetzung bis hin zu Freiluftproben des Gesamtorchesters, selbstverständlich bei Einhaltung der Abstandsregeln.

Derweil hoffen die Musiker, dass ein gemeinsames Musizieren bald wieder möglich ist, um für das Klostergarten-Konzert und die vom Verkehrs- und Heimatverein mit dem Orchester geplante Veranstaltung auf der Starkenburg – ebenfalls im September – musikalisch fit zu sein.

© VRM Lokal, 18.05.2020

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